Alfalfasprossen (Luzerne) (Medicago sativa)

alfalfa sprossenVater aller Nahrung nannten die Araber die Luzerne. Von ihnen stammt auch die Bezeichnung Alfalfa, was wörtlich übersetzt gutes Futter bedeutet.

Schon sehr lange ist Alfalfa als Viehfutter in allen Teilen der Welt bekannt und wird bei uns hauptsächlich hierfür angebaut. Die Luzerne eignet sich jedoch auch sehr gut als Nahrung für den Menschen. Das zarte Alfalfagrün ist der Liebling der westlichen Sprossenküche.

Inhaltsstoffe: Wenige Keimlinge haben einen vergleichbar hohen Gesundheitswert wie Alfalfasprossen. Sie sind eine fast komplette Nahrung, in der alles steckt, was der Mensch zum Leben braucht. Sie besitzen u. a. alle Vitamine, die der Mensch benötigt. Mit knapp 35 % Eiweiß sind die Sprossen der Luzerne im Vergleich mit anderen Keimlingen oder pflanzlichen Nahrungsmitteln außerordentliche Proteinquellen. Alfalfasprossen sollen auch alle essenziellen Aminosäuren in optimaler Zusammenstellung aufweisen.

Eiweißgehalt von Keimsprossen im Vergleich:

Eier 13 %
Fleisch 19 %
Mungobohnen-Sprossen 24 %
Linsen 25 %
Alfalfa-Sprossen 35 %

Quelle: MÜNZING-RUEF, (1991) - Kursbuch für Gesunde Ernährung Seite 320

Auch Vitamin C ist reichlich in den Sprossen vorhanden. Eine Tasse Alfalfakeimlinge enthält so viel Vitamin C wie sechs Gläser Orangesaft. Der Pro-Vitamin A Gehalt bei gleichem Gewicht entspricht dem Carotingehalt von Karotten, wobei natürlich gewichtsmäßig mehr Karotten als Alfalfa gegessen werden. Überdurchschnittlich ist auch der Vitamin B-Komplex in Alfalfasprossen vertreten, ferner die fettlöslichen Vitamine D, E und K. Alfalfasprossen haben den höchsten Mineralstoffgehalt von allen essbaren Keimlingen. Besonders hoch ist ihr Gehalt an Eisen, Kalzium, Magnesium sowie Kalium.

Geschmack und Verwendung: Vor Gebrauch wäscht man die fertigen Sprossen noch einmal gründlich, aber sehr vorsichtig und zupft sie mit den Fingern oder einer Gabel sorgfältig auseinander, da sie sich gerne zu einem Nest zusammenballen. Die Samenhülsen von Alfalfa werden mitgegessen. Was für eine Mahlzeit zuviel ist, hält sich luftig verpackt im Kühlschrank mehrere Tage.

Frische Alfalfasprossen aus dem Sprossenparadies schmecken leicht herb und nussartig. In warmen Speisen verlieren sie einen großen Teil ihres herben Geschmacks. Man kann die Keimlinge ohne Weiteres pur in Quark oder auf einem Butterbrot essen. Sie eignen sich hervorragend zur Zubereitung und zum Würzen von Salaten, als Gemüsebeilage oder zur Verfeinerung von Reis-, Mehl-, Kartoffel- und Eierspeisen. Weil Alfalfasprossen sofort nach dem Marinieren zusammenfallen, sollten sie immer oben auf andere Salate gestreut und erst am Tisch angemacht werden. Einen köstlichen Brotbelag erhält man durch die Kombination mit Avocadopüree. Der nussartige Geschmack passt auch besonders gut zu Käse.

Besonderheiten: Die Luzerne ist für Bio-Landwirte nicht nur als Eiweißlieferant fürs Vieh interessant. Die Pflanze reichert den Boden mit Stickstoff aus der Luft an und sorgt so für eine natürliche Düngung. Ihre Wurzeln reichen mehrere Meter tief in den Boden und lockern ihn auf.

Alfalfakeimlinge werden erst gegessen, wenn sich die ersten kleineren grünen Blättchen entwickelt haben. Dies ist in der Regel nach fünf bis sieben Tagen der Fall. Währenddessen bildet sich natürliches Chlorophyll, dem positive gesundheitliche Wirkungen attestiert werden.

Die Heilanwendung mit Luzerne geht weitgehend auf das Wissen der nordamerikanischen Indianer zurück. Untersuchungen zeigen, dass die Luzerne bei rheumatischen Erkrankungen abschwellend und schmerzlindernd wirkt. Der Stoffwechsel wird angeregt. Der Blut gerinnende Effekt, der mittlerweile wissenschaftlich untermauert ist, wird zur Behandlung von Hämorrhoiden genutzt. Nicht zuletzt ist die Luzerne wegen ihres hohen Anteils an Vitamin A sowie Carotin als wirkungsvolles Hautpflegemittel bekannt. Selbst bei hartnäckiger Akne leistet sie gute Dienste. Alfalfa soll außerdem ausgleichend auf einen gestörten Säure-Basen-Haushalt wirken und überdies ein gutes Mittel zur Entwässerung des Körpers sein.

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