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Enthalten Sprossen natürlich vorkommende, wertmindernde Stoffe?

Der Keimungsprozess verringert den Anteil wertmindernder Begleitstoffe in Nahrungsmitteln. Getreidekörner und Hülsenfruchtsamen wie z. B. Sojabohnen, Linsen oder Kichererbsen enthalten Phytinsäure. Dieser Stoff vermindert die Aufnahme der lebensnotwendigen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium im Verdauungstrakt des Menschen. Der Phytinsäuregehalt sinkt in den ersten Tagen der Keimung deutlich ab. Phytin dient dem Keimling anfänglich als Phosphatquelle. Die Resorbierbarkeit der Nahrungsmittel für den Menschen steigt somit durch die Keimung an, d. h. die Verwertung der vorhandenen Mineralstoffe verbessert sich.

Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen, Erbsen, Sojabohnen) enthalten natürliche Pflanzengifte wie Hämagglutinine oder Trypsininhibitoren(1), die bestimmte Proteasen des Körpers in ihrer Aktivität hemmen (wie bei rohen Hülsenfrüchten selbst), die bei der Keimung nicht vollständig abgebaut werden.

Aus diesem Grund werden diese Sprossen vor dem Verzehr mit Wärme behandelt (blanchiert), um die Rest-Hämagglutinine und Trypsininhibitoren abzubauen. Durch die Wärmebehandlung und das Blanchieren (kurzfristiges Garen) der Keimsprossen geht allerdings ein Teil der wärmeempfindlichen Vitamine verloren.

Ausnahmen hiervon bilden Mungobohnen- und Linsenkeimlinge, diese können auch roh verzehrt werden, da sie frei von Trypsininhibitoren sind.

Alfalfa erst nach dem 7. Keimtag essen!

Der Samen der Alfalfa besitzt einen natürlichen Fraßschutz, der bis zum Keimling anhält, den Giftstoff Canavanin.
Mit dem Wachstum des Keimlings baut sich das Canavanin ab. Dieser Vorgang benötigt zu Hause auf der Fensterbank ca. 7 Tage, danach ist das Canavanin vollständig abgebaut. In unserer Anzucht wachsen die Sprossen innerhalb 4 Tagen zu dem Wachstumsstadium von 7 Tagen.


(1) Trypsin Inhibitor
Spezielle Eiweiße, die das Verdauungssystem hemmen
Trypsin-Inhibitoren wie z. B. SBTI (Sojabohnen Trypsin Inhibitor) können Pflanzen vor Schädlingen schützen. Sie hemmen die Verdauungsenzyme (Proteasen) der Insekten. Von SBTI ist bekannt, dass er sich auch an bestimmte Verdauungsenzyme (Endopeptidasen) der Bienen bindet und damit deren Sterblichkeit erhöht.
Trypsin- (Protease-) Inhibitoren wurden auch auf gentechnischem Wege bereits in verschiedene Pflanzen eingebracht, um das Wachstum und Überleben von Schädlingen zu reduzieren.
Verschiedene pflanzliche Lebensmittel, vor allem Sojabohnen, enthalten im rohen Zustand Trypsin-Inhibitoren, die auch das menschliche Verdauungssystem stören. Hohe Temperaturen machen diese Stoffe jedoch unschädlich. Daher sollten z.B. Sojabohnen vor dem Verzehr gekocht werden. Sojaöl wird raffiniert und enthält daher diese Enzyme nicht mehr.

Sprossenparadies GmbH
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Telefon: +49 (0) 8092 24 777-64
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