Mungobohnensprossen (Vigna radiata)

baby mungo sprossenDie Mungobohne ist eine nahe Verwandte der Sojabohne.

Die im Handel in frischer oder konservierter Form angebotenen Sojabohnenkeimlinge stammen fast immer von Mungobohnen. Sie gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler. Heute wird sie vorwiegend in China, Indien, Irak und Ostafrika angebaut. Die grüne Bohne gilt als die wichtigste, asiatische Hülsenfrucht und ist aus der chinesischen Küche nicht wegzudenken. Mungobohnenkeimlinge sind die Königin der Sprossen.

In China und den USA schon seit Längerem geschätzt, erlangen die köstlichen Sprossen auch hier zu Lande immer größerer Beliebtheit. Sie sind auch in Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Rohkosternährung geworden und haben dort große Bedeutung.

Jeder Mensch in Deutschland dürfte täglich in irgendeiner Form Soja konsumieren- als Sojamehl, Sojaöl und vor allem Sojalecithin. Als Bindemittel und Emulgator ist es in vielen Lebensmitteln enthalten, etwa in Tütensuppen, Keksen und Schokolade. Für all diese Produkte wird hauptsächlich die gelbe Sojabohne, nicht die hier besprochene Mungobohne verwendet.

Inhaltsstoffe: Der Gesundheitswert der Mungobohne liegt u. a. im hohen Vitamingehalt, der bei Keimung stark ansteigt. Besonders hoch ist dabei der Anteil an Vitamin E.

Vitamin E Gehalt in mg je 100 g Hülsenfrüchte:

Keimprozess 0 Tage 2 Tage 4 Tage
Mungobohne 2,4 mg 2,8 mg 3,2 mg
Kichererbse 2 mg 2,3 mg 2,1 mg
Linse 2 mg 2,3 mg 2,1 mg

Quelle: Nöcker, (2007) - Das große Buch der Sprossen und Keime Seite 155

mungokeimlingeMungobohnen enthalten, wie alle Hülsenfrüchte, viel Eiweiß (25 %) sowie auch andere wichtige Vitamine: A, B1, B2, Niacin und Vitamin C.

Sie sind reich an Mineralien wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Eisen und Magnesium sowie an dem Phospholipid Lecithin, das für die Leistung des Gehirns außerordentlich wichtig ist. Durch ihre dicken Schalen weisen sie den höchsten Ballaststoffanteil aller Bohnen und Erbsen auf. Erwähnenswert ist auch die hohe biologische Wertigkeit der Mungobohnenkeimlinge. Die Aminosäurezusammensetzung der Proteine ist vollständig so, wie unser Körper sie braucht.

Geschmack und Verwendung: In der Küche gibt es kaum eine Sprosse, die so vielseitig verwendbar ist. Ihr Geschmack erinnert an zarte, junge Gartenerbsen: frisch, knackig, süßlich. Die vitaminreichen Keimlinge passen hervorragend zu allen Salaten als Rohkost. Gekocht eignen sie sich als Beilage zu pikant-scharfen Getreidegerichten und runden asiatische Pfannen- oder Nudelgerichte ab. Die nicht verwertbaren, geschmacklosen grünen Hülsen können vor dem Verzehr entfernt werden. Dazu gibt man die Keimsprossen in eine Schüssel mit Wasser, rührt einige Male um und schöpft dann nach einigen Sekunden die oben schwimmenden Hülsen ab. Werden die Hülsen jedoch mitverzehrt, liefern sie zusätzliche Ballaststoffe und verhelfen so zu einer gesunden Verdauung. Geschält und fein gemahlen, werden Mungobohnen auch zu chinesischen Bandnudeln und Glasnudeln verarbeitet.

Besonderheiten: Bei der Anzucht werden große Mengen an kaltem Wasser verwendet. Die Temperatur in den Keimräumen und des Gießwassers beträgt durchschnittlich 20° C. Da während der Keimung Energie in Form von Wärme entsteht, wird das Gießwasser auch zur Kühlung der Sprossen verwendet. Die Keimung erfolgt außerdem im Dunkeln.

Im Sprossenparadies liegt die durchschnittliche Aufzuchtsmenge eines Ansatzes bei 50 kg Saatgut. All diese Bedingungen, die auf der heimischen Fensterbank nicht möglich sind, führen in Summe dazu, dass sich die typischen, dicken und hellen Keimlinge bilden.

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